Ausstellung "Töpfe, Truppen, Taschenuhren"

am . Veröffentlicht in Aktuelles

TTT plakat oberaudorfTöpfe, Truppen, Taschenuhren · Handel und Wandel auf und am Inn (1550-1650)

Grenzübergreifende Wanderausstellung zum Inn

Ihren Anfang nimmt die Wanderausstellung in Oberaudorf: vom 30.04.-11.06.2017 ist sie jeweils Dienstag und Sonntag von 14-18 Uhr im Audorfer Museum im Burgtor zu sehen. Anschließend geht es weiter nach Rosenheim ins Innmuseum und nach Neubeuern. Die Tiroler Städte Kufstein und Schwaz sind die folgenden Ausstellungsorte. Seinen Abschluss findet das grenzübergreifende Projekt in Hall in Tirol.

Auf die historische grenzüberschreitende Bedeutung des Flusses Inn und seine Bedeutung für die Region möchte die vom historischen Verein Audorf in Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck und einer Reihe namhafter Wissenschaftler erarbeitete Wanderausstellung „Töpfe, Truppen, Taschenuhren: Handel und Wandel auf und am Inn (1550 - 1650)“ hinweisen. Bei dem von dem INTERREG Programm Österreich-Bayern 2014-2020 unterstützten Projekt sind neben den bayerischen Gemeinden Oberaudorf und Neubeuern auch die das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim sowie die Tiroler Städte Kufstein, Schwaz und Hall beteiligt. All diese Orte werden von Mai bis November dieses Jahres für jeweils einige Wochen Schauplatz der Wanderausstellung sein.

Die Ausstellung entführt in die bewegte frühe Neuzeit, als die Bergwerke in Tirol noch einen wichtigen Wirtschaftszweig darstellten, der Handel auf und am Inn die Bevölkerung von Tirol und Bayern verband und somit beiden Seiten Vorteile brachte. Die Ausstellung behandelt das Handelsnetz und das Warenspektrum, den Währungsraum Tirol und Bayern, die Uferverbauungen, den Alltag der Schiffer und Schopper, gewöhnliche und außergewöhnliche Passagiere, den Bergbau und die Energiekrise der frühen Neuzeit.

Abgerundet wird das Programm durch einige Sonderthemen: die Münzprägung und Glasproduktion in Hall, die Truppentransporte auf dem Inn und die Zeitmessung in der frühen Neuzeit. „Wie immer ist es gegen Ende hin ein Haufen Arbeit und die Zeit wird knapp, aber wir sind zuversichtlich, dass wir den Besuchern ein vielseitiges, spannendes und lehrreiches Programm bieten können. Ohne unsere Partner in Bayern und Tirol hätten wir das nie geschafft!“, so der Kurator Dr. Elias Flatscher (Institut für Archäologien, Universität Innsbruck).